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Den Nazis keinen Meter in Karlsruhe

Aufruf der Autonomen Antifa Karlsruhe, den faschistischen Aufmarsch am 25. Mai zu verhindern:

Für Samstag, den 25. Mai, planen Nazis unter dem Motto „Freiheit für alle Nationalisten – Freiheit für unsere Kameraden“ eine bundesweite Großdemonstration in Karlsruhe. Sie beziehen sich auf acht Nazis aus Deutschland und Österreich, die wegen Gewalttaten und Volksverhetzung einsitzen.
Der Aufmarsch ist von der NPD angemeldet und wird von Freien Kameradschaften unterstützt. Das Thema hat in der Naziszene momentan einen sehr großen Stellenwert, von Altnazis über die NPD bis hin zu Freien Kameradschaften und Autonomen Nationalisten fühlen sich alle angesprochen. Die Ortswahl Karlsruhe als Standort des Bundesverfassungsgerichts soll dem Aufmarsch bundesweite Bedeutung verleihen. Gerade vor dem Hintergrund des NSU-Prozesses und der Aufdeckung neonazistischer Netzwerke in Gefängnissen stellt die Ankündigung eine große Provokation dar, die nicht unbeantwortet bleiben darf. Der Verhöhnung der fast 200 Todesopfer rechter Gewalt seit 1990 müssen wir uns entschlossen entgegenstellen.

Daher haltet Euch den Tag frei, bereitet Euch auf Blockaden vor und lasst uns gemeinsam den Tag zum Desaster für die Nazis machen.
Den Nazis keinen Meter!

Alle Infos unter www.keinenmeter.org

Stürmische Zeiten

Am 1. Mai 2013 wollen Neo-Nazis aus ganz Deutschland unter dem Motto »Raus aus dem Euro—Gegen Euro und Großkapital« eine Kundgebung an der Europäischen Zentralbank (EZB) in Frankfurt am Main abhalten. Die Werbetrommeln rühren sie mit einer völkischen »Kritik« am Kapitalismus. Dies mit allem zu verhindern was notwendig ist, steht außer Frage, dennoch wäre es ein Trugschluss zu glauben, dass Antisemitismus, Homophobie und andere menschen­feind­liche Ideologien nur von Neo-Nazis vertreten werden. Es sind Ideologien, die nicht das Ge­gen­teil dieser vermeintlich ach so menschenfreundlichen Gesellschaft darstellen, sondern in ihr angelegt sind. Dementsprechend gehören sowohl diese Ideologien, als auch die sie reproduzierende Gesellschaft bekämpft.

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Das Problem heißt Rassismus!

Aufruf für einen entschlossenen antirassistischen-antifa Zusammenhang auf der Demo anlässlich des NSU-Prozesses am 13.04.2013 in München

Am Samstag, den 13.04.2013, ruft das Münchner Bündnis „Gegen Naziterror und Rassismus“ anlässlich des Beginns des NSU-Prozesses in München zu einer Demonstration unter dem Motto „Gegen Naziterror, staatlichen und alltäglichen Rassismus – Verfassungsschutz abschaffen“ auf. Wir wollen als undogmatische, linksradikale Antifa- und Antira-Zusammenhänge entschlossen und gemeinsam auf der Demo auftreten.
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Vortrag: Aufstieg des Neofaschismus? Griechenland in der Krise

Griechenland im Umbruch: Der Widerstand gegen die Austeritätspolitik der Troika in der Krise führte Massen von Menschen auf die Straße. Nicht wenige hofften angesichts der massiven Ausschreitungen im Zuge der Generalstreiks, aber auch nach dem Aufstieg der SYRIZA-Partei, auf eine progressive Veränderung der Gesellschaft. Nach aktuellen Meldungen über Wahl- und Umfrageerfolge der offen neonazistischen Partei Chrisy Avgi macht sich jedoch Ernüchterung breit: Die polizeilich durchgeführte Internierung tausender illegalisierter Menschen in eigens für sie eingerichtete Camps, Straßenterror durch faschistische Schlägerbanden und deren offene Unterstützung durch örtliche Polizeieinheiten zeigen ein Szenario, das ähnlich auch für den Rest Europas denkbar erscheint. Höchste Zeit über die internationale Dimension antifaschistischer Politik ins Gespräch zu kommen.

antifagriechenland.blogsport.de

Der Vortrag findet statt

am Sonntag, den 10.02.2013

im Esperanza Schwäbisch Gmünd

Beginn 19 Uhr, Eintritt frei

Nazi-Überfall in Heidenheim

In der Nacht vom 2. auf den 3.6. ist es in der Heidenheimer Innenstadt zu einem gezielten Überfall durch eine ca. 15-köpfige Gruppe Neonazis auf (vermeintliche) politische Gegner sowie einen Migranten gekommen. Die Täter, die teils aus dem Spektrum der Heidenheimer Fan- Gruppierung „Hellenstein Ultras“ stammen, hatten sich gegen 3 Uhr nachts vor dem Cafe „Swing“ in der Bergstraße versammelt, um gezielt einem Antifaschisten aufzulauern, den sie dort vermuteten. Hintergrund war der Rausschmiss der Nazis aus dem „Swing“ eine Woche zuvor, nachdem sie durch Pöbeleien und Drohungen gegen den Antifa aufgefallen waren.

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Antifaschistische Aktionen in Göppingen und Geislingen

Antifa-Gruppen aus den Regionen Stuttgart, Göppingen sowie der
Ostalb werden kommenden Samstag den 16.6. Kungebungen und
Infotische in Göppingen und Geislingen
durchführen. Am folgenden
Dienstag den 19.6. wird zudem eine Veranstaltung mit Robert
Andreasch in der Göppinger Stadthalle stattfinden, auf der
Informationen zur rechten Szene sowie mögliche Gegenstrategien
erörtert werden sollen.

Die Aktionen sind ein erster Schritt, um in der Göppinger Region
notwendige Aufklärungsarbeit zur ansässigen Neonazi-Szene zu leisten
und lokale Antifa-Strukturen aufzubauen und zu stärken.

Dies ist umso wichtiger, als dass es in Zukunft verstärkt notwendig
sein wird, der rechten Gewalt und Propaganda -
nicht nur in Göppingen – kontinuierlichen und konsequenten
Widerstand auf allen Ebenen entgegenzusetzen.

Eine Sensibilisierung der Öffentlichkeit für die Problematik, eine kritische Aufklärung über faschistische Ideologie,
sowie ein aktives Vorgehen jenseits von Lippenbekenntnissen und
kontraproduktiven lokalen Image-Kampagnen ist hierbei unerlässlich.

Allen Menschen, die sich ernsthaft gegen Faschisten und reaktionäre
Strömungen jeglicher Couleur engagieren wollen, gilt es ein Forum
zu bieten, in dem theoretisch und praktisch antifaschistische
Arbeit geleistet werden kann.

Klar ist auch, dass antifaschistische Politik nicht nur gegenüber
der faschistischen Bedrohung entschlossen und selbstbewusst auftreten
muss. Auch den Versuchen bürgerlich-rechter Propaganda,
antifaschistische Praxis zu diffamieren und die braven Bürger auf
Untätigkeit und Ignoranz einzuschwören, muss offensiv
entgegengewirkt werden.

Umso wichtiger wird es in Zukunft auch sein, einen inhaltlich fundierten Antifaschismus abseits von Extremismusgequatsche und halbgaren „Demokratie“-Bekenntnissen voranzutreiben. Denn nationalistische, rassistische und antisemitische Ideologie wurzelt in der Mitte der „bürgerlich-demokratischen“ Gesellschaft, deren Freisprechung niemals das Ziel fortschrittlicher Antifa-Politik sein kann und darf.

Termine:
Samstag, 16. Juni 2012 – Antifaschistische Infotische
10:00 Uhr – Geislingen Forellenbrunnen
12:00 Uhr – Göppingen Marktplatz

Dienstag, 19. Juni 2012 – Infoveranstaltung
Thema: Rechte Strukturen in der Region und Möglichkeiten des Widerstandes
(u.a. mit Robert Andreasch)
19:30 Uhr – Göppingen Stadthalle

31.3. Frankfurter Frühling

Europäischer Aktionstag gegen den Kapitalismus!

31. März 2012 | march31.net

Seit Monaten spitzt sich die Kredit- und Schuldenkrise in der EU (und global) zu. Auf immer neuen Regierungskonferenzen werden Notprogramme beschlossen, um den Kapitalismus in Europa zu sanieren. Glaubt man Politik und Medien, drohen sonst Zusammenbruch, Rezession und neue Armut. Mit diesem Drohszenario werden marktradikale Reformen durchgesetzt, die unsere Gesellschaft und unser Leben auf Jahrzehnte bestimmen – wenn wir uns nicht wehren. In den ersten Jahren der Krise hieß es, der Kapitalismus müsse gezügelt werden. Banken und Konzerne sollten einen Teil der Lasten tragen, die sie selbst mit verursacht hatten. Doch gerade passiert das genaue Gegenteil: Die Herrschenden in der EU, ihren Mitglieds- und Beitrittsstaaten setzen auf mehr „Wettbewerb“ und einen brutalen Sparkurs, um das „Vertrauen“ und die Profite der Privatwirtschaft zu sichern. Für einen Großteil der Bevölkerung bedeutet dies eine zunehmende Verarmung und Verschärfung ihrer Lebensbedingungen. Es zeigt sich: Kapitalismus heißt Krise und Ohnmacht, Armut inmitten von Reichtum. Organisieren wir uns für eine bessere Gesellschaft!

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Extremistenjagd in Göppingen

extremismusquatsch

Eine Stellungnahme autonomer antifaschistischer Gruppen der Ostalb.

Neonazis sind im Kreis Göppingen seit Jahren ein Problem. Seitdem der Trend der „autonomen Nationalisten“ mit seinem offensiven Aktionismus den Kreis erreicht hat, tritt die Problematik allerdings verstärkt ins öffentliche Bewusstsein. Die faschistische Szene verkriecht sich nicht mehr nur in ihren Kneipen oder auf klandestin beworbenen Nazi-Konzerten in der Region, sondern sucht ganz offen eine breitere Aufmerksamkeit. Dabei hat sie sich insbesondere in Göppingen verstärkt auf „Anti-Antifa-Arbeit“ eingeschossen, was Störaktionen linker Parteiveranstaltungen ebenso einschließt wie unverhohlene Mordanschläge.

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27.2. Vortrag: Neonazi-Strukturen in Süddeutschland

Der Sozialwissenschaftler und Journalist Robert Andreasch wird darüber berichten, welche Themen NPD und andere Neonazis aufgreifen und zu besetzen versuchen, wie sich NPD und neonazistische Kameradschaften im Süden und darüber hinaus organisieren und welche Erscheinungsformen sie hierbei wählen. Er zeigt rechte Rekrutierungsstrategien für Jugendliche auf und beleuchtet die Infrastruktur der radikalen Rechten in Süddeutschland.

Jenseits der bekannten Klischees von dumpfen Skinheads sollen vielmehr die multiplen Stile und Erscheinungsformen skizziert werden, in denen die extreme Rechte mittlerweile auftritt. Außerdem wird versucht an einigen Beispielen zu erläutern wie der Verfassungsschutz mit der Szene umgeht.

Robert Andreasch ist Buchautor und freier Journalist. Er schreibt, recherchiert und arbeitet unter anderem für die ARD, die ZEIT, verschiedene Online-Portale und die Antifaschistische Informations-, Dokumentations- und Archivstelle München e.V (a.i.d.a.).

Wo?

Grüner Kranz, Paul-Priemstr. 33, 89522 Heidenheim (Voithsiedlung)

Wann? Montag 27.02., Beginn 20 Uhr

Widerstand gegen ACTA

Gegen das „Anti-Counterfeiting Trade Agreement“ regt sich auch im Ländle der Widerstand.
In Heidenheim wird um 15 Uhr auf dem Eugen-Jaekle-Platz eine Demonstration gegen die fortschreitende Kontrolle und Zensur des virtuellen Raumes stattfinden.

Zudem ist eine gemeinsame Zugfahrt von der Ostalb nach Stuttgart über folgende Verbindung geplant:

Heidenheim – 12.59
Aalen – 13.35
Schw. Gmünd – 13.54
Stuttgart – 14.38

„Mit dem Anti-Counterfeiting Trade Agreement (ACTA) soll die weltweite Verrechtlichung des so genannten “geistigen Eigentums” und die Verfolgung von verwertungsverweigerndem Verhalten weiter vorangetrieben werden. Von bürgerrechtlicher Seite wird hautpsächlich das undemokratische, geheime Zustandekommen des Abkommens kritisiert. Eine Beschränkung der Meinungsfreiheit (Zensur), der Verlust der Netzneutralität (d.h. die Priorisierung von Datenpaketen anhand einer unterstellten “Nützlichkeit”) und die Kriminalisierung von Urheberrechtsverstößen im Internet sind weitere Kritikpunkte.
Eigentum ist (noch immer) Diebstahl
Natürlich greift die bürgerliche Kritik erheblich zu kurz: Die angeprangerten “Auswüchse” von Freiheitsverlust, Überwachung und Zensur sind nämlich eine zwangsläufige Konsequenz kapitalistischer Verwertungslogik, welche finanzielle Interessen von Einzelnen stets über die Interessen der Allgemeinheit stellt. Dabei ist das ACTA-Abkommen lediglich eine moderne Ausprägung dieses Grundproblems, welches sich bereits seit Jahrhunderten in bestehenden Regelungen und Gesetzen manifestiert. Daher ist nicht nur der Begriff des “geistigen Eigentums” ansich sondern das Eigentum als gesamtgesellschaftliches Konstrukt radikal zu kritisieren. Denn jegliche Eigentumsrechte bedingen auch autoritäre Mittel der Überwachung und Kontrolle für ihre Durchsetzung bzw. Verteidigung.

In Polen hat sich vor Kurzem die Wut der Menschen über die Ratifizierung des ACTA-Abkommens ganz handfest gezeigt. In Poznań und Kielce gab es regelrechte Straßenschlachten mit der Polizei, die wie üblich brutal gegen so genannte “Störer” und “Provokateure” vorging. Immerhin hat Polen nun die Unterzeichnung des Abkommens vorerst ausgesetzt. Auch in der Tschechischen Republik und Lettland konnten die Proteste den Ratifizierungprozess zumindest stoppen. Nun sollen am kommenden Samstag europaweit und auch hierzulande Demos gegen ACTA stattfinden.

Leider ist dabei davon auszugehen, dass Neonazis, Antisemit_innen, Rechtspopulist_innen, Verschwörungstheoretiker_innen und andere widerliche Gestalten versuchen werden, die eher bürgerlich geprägten Proteste zur Verbreitung ihrer menschenverachtenden und/oder absurden Ideologien zu nutzen. Auch diesen Versuchen gilt es gemeinsam und entschlossen entgegenzutreten! Deshalb rufen wir insbesondere alle Antifaschist_innen auf, sich trotz der bevorstehenden abstrengenden Tage in Dresden auch am 11.2.2012 mit emanzipatorischen Positionen an den bundesweiten Protesten gegen ACTA zu beteiligen!“ (Quelle: Out of Control Berlin)