Archiv für März 2009

28.03.09: Krisendemo in FFM

ffm

Begegnet die bürgerlich-kapitalistische Gesellschaft angesichts von Krieg und Krise ihrer eigenen Realität, wird eine linksradikale Kritik an den Kategorien von Staat, Kapital und Nation um so dringender. Trotz aller Legitimität, auch für Verbesserungen der Lebensbedingungen innerhalb der herrschenden Ordnung zu streiten, darf eine revolutionäre Perspektive nicht aus den Augen verloren werden. Gegen die Focussierung auf reformistische Appelle, „linken“ Staatsfetischismus und die trügerische Illusion eines „guten“ Kapitalismus organisieren daher mehrere linksradikale Gruppen aus Frankfurt am 28.3. einen antinationalen, sozialrevolutionären Block.
Den Aufruf und nähere Infos gibt es unter
http://krise.blogsport.de/

Kurzentschlossene können sich an unsere Kontaktadresse (aa_hdh[at]hushmail.com) wenden, um Fahrtmöglichkeiten aus der Region abzuklären.

19.3.09: Interessierte und Blamierte

Die Veranstaltungsreihe mit Robert Andreasch ist am 20.3. mit einem gut besuchten Vortrag in Ulm zuende gegangen. Auch der Vortrag in Aalen stieß auf reges Interesse und dürfte aufgrund des positiven Feedbacks mit Sicherheit nicht der letzte in der Region gewesen sein.

Während die Vorträge in Schwäbisch Gmünd und Ulm ohne Störungsversuche von Neonazis stattfinden konnten, trieben sich in Aalen zeitweise Grüppchen von 5-20 Pappkameraden in der Innenstadt herum. An den Veranstaltungsort selbst trauten sich die Nazis allerdings nicht heran. Ansonsten zeigten sie angesichts eines ausgeglichenen Kräfteverhältnisses ihr gewohntes Flucht- und Rückzugsverhalten. Erwartungsgemäß waren hier auch Vertreter der Klientel anzutreffen, die sich ansonsten als gern gesehene Gäste im „Irish Pub O‘Brian“ tummeln.

„Patrick, was machst du denn da?! Irgend so‘n Kram?“
„Ja.“
„Nazi-Kram?“
„Ja, Mama, Nazi-Kram!“

Nichtsdestotrotz wäre es ein Fehler, die potentielle Gefahr durch Neonazis in Aalen zu bagatellisieren. Von den tätlichen Angriffen auf Andersdenkende abgesehen traten Nazis in der Vergangenheit immer wieder auf Veranstaltungen ihrer politischen Gegner in Erscheinung. So waren auch auf einer Mahnwache zum Jahrestag der Reichspogromnacht am 9. November 2008 „Anti-Antifas“ vor Ort und photographierten die Anwesenden.

Daher werden wir auch in Zukunft ein waches Auge auf Aalen haben und mit unterschiedlichen Aktionen auf Naziaktivitäten in der Region aufmerksam machen.

19.03.09: Vortrag mit Robert Andreasch in Aalen

Die Veranstaltungsreihe „Nazistrukturen in Baden Württemberg“ geht in die zweite Runde. Nach dem gut besuchten Vortrag in Schwäbisch Gmünd wird Robert Andreasch am Donnerstag den 19.03.09 in Aalen referieren. Veranstaltungsort ist das IG Metall Haus, Friedrichstr. 54. Beginn ist 19 Uhr.

In Aalen ist seit geraumer Zeit eine Zunahme an Nazi-Aktivitäten festzustellen. So sind nicht nur im „Irish Pub O‘Brian“ regelmäßig Stammgäste aus dem rechtsextremen Lager anzutreffen, auch im Aalener Fußballstadion kommt es immer wieder zu Angriffen von Neonazis auf vermutete Gegner. Erinnert sei an dieser Stelle auch an den Neonazi-Aufmarsch in Aalen, in dessen Verlauf mehrere Rechte Angriffe auf Gegendemonstranten unternahmen und eine Person dabei schwer verletzten. Hinzueilende Antifas konnten damals die zum Teil mit Teleskopschlagstöcken bewaffneten Nazis zurückdrängen und Schlimmeres verhindern. Als Anmelder der Versammlung fungierte der Laupheimer Neonazi Dominik Wilutzki (hier rechts im Bild mit Ordnerbinde, während eines Aufmarschs in Augsburg).

Nicht nur vor dem Hintergrund der genannten Ereignisse verspricht der Vortrag von Robert Andreasch interessante Einblicke in die personelle und inhaltliche Zusammensetzung der regionalen Nazi-Strukturen zu bieten.

Den Flyer zum Vortrag gibt es hier.

Die Veranstalter behalten sich gemäß §6 VersG. das Recht vor, Personen des rechtsextremen Spektrums den Zugang zur Veranstaltung zu verweigern.

12.03.09: Vortrag in Schwäbisch Gmünd

vortrag